Warum

Warum einen Speicher für elektrische Energie bauen – wenn es das doch fertig gibt ?

Fertige Speicherlösungen sind manchmal schick und formschön gemacht und werden gerne auch von Anbietern von Solaranlagen gern dazu verkauft. Oft bindet man sich dann proprietäre Technologien, bei denen man nicht genau weiß was „drinnen“ ist. Für reine Anwender ist das akzeptabel. Spätestens wenn allerdings eine Software für den Speicher nicht mehr aktualisiert wird oder der Dienstanbieter seine Vertragsbedingungen ändert, kommt die Erkenntnis, dass man nun einen Speicher vor sich hat, der nicht mehr brauchbar wird, oder zumindest bald nicht mehr richtig ins Konzept passt.

Weil sich im laufe der Zeit Nutzungsgewohnheiten und Technologien ändern muss ein vernünftiger Speicher auch erweiterbar sein und möglichst Technologie neutral sein. Er soll auch vertraglich nicht fremdbestimmt sein. Zudem soll die Technik überschaubar sein, und auch mit einfachen Mitteln gebaut werden können.

Recherchen habe einige DIY Projekte zutage gebracht, die in bestimmten Punkten nicht interessant waren.
Ein Aufbau mit brennbarem Material für Speicherzellen kommt nicht in Frage. Zwar muss man Siebdruckplatten schon einige Zeit unter Hitze setzen, aber irgendwann brennen sie dann doch.
Die Schlüsselfrage hier ist Möbelbau oder Gerätebau….

Die „Partitionierung“ der Speicherzellen ist oft aus Gründen der Einfachheit 8 bzw 16 Zellen in einem Gehäuse was natürlich zu extrem schweren und unhandlichen Zellpakten führt. Weil es meist nicht nur bei einem Speicher bleibt, wenn man den Gedanken der Erweiterbarkeit aufnimmt, werden diese „Großpakete“ dann gern mal in Regale verstaut, die zuweilen schon auf den Bildern etwas wacklig scheinen.
Eine Wartung zwischen Regalböden ist vermutlich nicht sehr angenehm. Die üblichen Eigenbauspeicher sind eher flach und ein 2er Reihen ausgerüstet was natürlich viel Grundfläche benötigt.

Module für fertige Racks, z.B. 19Zoll sind oft mit der Leistung beschränkt, weil in den Bauraum passen müssen und einzeln auch nicht so schwer sein dürfen, damit man sie in einiger Höhe noch einbauen kann.
Wenn die Module mit kleiner Kapazität bauen ist schnell der Zusammenschluss von Zelleinheiten mit den Batteriemanagmentsystem (BMS) an seine Grenzen gestoßen.

Bei den Sicherungen der Speichereinheiten findet man gerne solche, die genau genommen die Trennleistung für hohe Ströme nicht erbringen können, oder wegen ihrer Bauart hohe thermische Verluste im Betrieb verursachen können.

Diese Aspekte sind Antrieb ein Speicherkonzept zu erstellen, welches nicht mit den genannten Nachteilen behaftet ist.